Út, 26/06/2018 - 15:27

Bei einem Vor-Ort-Termin zwischen der SOCIAL-NATURE-Projektleiterin, Stefanie Walter, und dem Biologen Oliver Fox erwartete diese eine Überraschung: eine weitere Art, die in Sachsen auf Abbaustätten als Sekundärlebensraum angewiesen ist – die Kreuzkröte. „Der Bestand der Kreuzkröte ist in vielen Gebieten rückläufig, aber in Abbaustätten findet sie ideale Bedingungen vor“, so Projektleiterin Walter. Es gehört zur Lebensstrategie dieser Art, den Laich in kleinen, flachen Gewässern abzulegen. Diese erwärmen sich schnell, beschleunigen damit die Entwicklung der Kaulquappen und sind frei von Fressfeinden wie Fischen und Libellenlarven. Der Nachteil ist allerdings das Risiko, dass das Gewässer austrocknet.
Am Laichhabitat in Penig bot sich dieser in der Natur oft vorkommender Anblick ebenfalls: Die jungen Kaulquappen drohten einzutrocknen. Der Betreiber der Abbaustätte wurde kurzerhand gebeten, den Laichbereich via Radlader mit zusätzlichem Wasser zu versorgen. „Hierbei handelt es sich um ein weiteres Beispiel, wie wir Artenschutz in Abbaustätten gemeinsam betreiben können“, dankte Projektleiterin Stefanie Walter den beteiligten Mitarbeitern.

Videomaterial: Stefanie Walter & Oliver Fox